Freitag, 31. Mai 2013
Der tiefere Grund einer zerfetzten Seite
Heute morgen war ich stinksauer auf meinen 3-jährigen Sohn Jonas. Er hatte eine Seite aus einem Freundschaftsbuch völlig ruiniert. Diese Freundschaftsbücher kursieren zur Zeit in der KiTa unserer Kinder. Sie werden untereinander ausgetauscht und jedes Kind schreibt oder malt etwas zur Erinnerung für den Besitzer dieses Buches rein. Jedenfalls hat Jonas nicht nur reingemalt, sondern hat auch die Seite, welches ein anderes Kind liebevoll, samt Bild, gestaltet hatte teilweise zerfetzt. So etwas tut man nicht! Auf die Frage, warum er das getan hat, erhielt ich natürlich keine befriedigende Antwort. Ich schickte also Jonas zu meiner Frau Kathrin, um zu beichten und um Hilfe zur Schadensbegrenzung zu bitten. Im Pfuschen war Kathrin schon immer gut. Jedenfalls unternahm Kathrin die gleichen hilflosen Versuche, die Beweggründe für Jonas' Tat zu erforschen. Ebenfalls ohne Erfolg! ... bis Tamia, unsere 4-jährige Tochter petzte, wessen Seite Jonas hier ruiniert hatte. Es war die Seite von Marie, der Liebsten unseres Sohnes! Mit einem vielsagenden Lächeln auf den Lippen fragte meine Frau jetzt anders: "Jonas, kann es sein, dass DU das Bild von Marie für DICH haben wolltest?" Ganz kleinlaut und schuldbewußt nickte Jonas. ... und dafür haben wir doch dann vollstes Verständnis! Was tut man nicht Alles um an ein Bild seiner Liebsten ranzukommen. (*seufz*)
Ab jetzt weiß Jonas auch, dass es für solche Aktionen mittlerweile Geräte namens Scanner gibt, die zerstörungsfrei arbeiten. Das zu erklären, war dann wieder mein Job. ;-) ... und ich wäre froh gewesen, wenn es Scanner und Digicams bereits zu meiner Sturm-und Drangzeit gegeben hätte.
Ab jetzt weiß Jonas auch, dass es für solche Aktionen mittlerweile Geräte namens Scanner gibt, die zerstörungsfrei arbeiten. Das zu erklären, war dann wieder mein Job. ;-) ... und ich wäre froh gewesen, wenn es Scanner und Digicams bereits zu meiner Sturm-und Drangzeit gegeben hätte.
Donnerstag, 30. Mai 2013
Lautstarke Konsequenzen
"Andana, wenn Du heute Nacht nicht ruhig bist, gehen wir beide ins Wohnzimmer und feiern eine Metal-Party. Mal sehen, ob nicht noch jemand lauter schreien kann als Du!"
(Ich zu meiner acht Monate alten Tochter, nachdem klar war, dass Kathrin heute auf Trallafiti geht.)
Dienstag, 21. Mai 2013
Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben
Papa: "Jonas, Du bist jetzt schon so groß. Möchtest Du nicht langsam mal die Toilette benutzen?"
Jonas: "Nein!"
Papa: "Aber warum denn nicht?"
Jonas: "Weil ich so gern das A-a in die Windel drücke!"
Freitag, 10. Mai 2013
Die Haustierdiskussion geht los
Tamia: "Papa, können wir bitte eine Katze kaufen?"
Papa: "Nein, wir kaufen KEINE Katze und auch keinen Hund!"
Jonas: "Na dann lass' uns doch eine von Oma Bärbel holen. Die hat genug. ... und die kennen uns ja auch schon."
Dienstag, 7. Mai 2013
Anton Mila: Wenn ich betrunken an dich denke.
Anton Mila: Wenn ich betrunken an dich denke.:
Wenn ich betrunken an dich denke.
Wenn ich betrunken an dich denke.
Chapeau, ihr Teufel. Ihr habt nichts für mich übrig, außer eines blassen Echos.
Wenn ich dann nach Hause komme, meinen Schlüssel auf das Brett im Flur lege, meine Jacke an den Haken hänge, meine Mütze in den Korb schmeiße und meine Hosentaschen – Feuerzeug, Zigaretten, Autoschlüssel, Taschentuch, Brieftasche, Kaugummis, Kleingeld, Kondom, Handy – leere, kann ich dich immer noch in der Luft riechen. Seit Wochen geht das nun so, egal wie viel ich vorher geraucht, gesoffen oder gekocht habe. Die Luft ist voll von dir. Ich weiß, das ist Einbildung und nicht die echte Welt. Doch es ist ein Streich, den ich mir gern spiele und ein Schwindel, den ich mit Freuden ertrage.
Denn er lässt mich dir nah sein, irgendwie.
Stumm schneide ich zwei Äpfel, nehme zwei Teller, zwei Messer und zwei Gabeln, zwei Schalen und zwei Gläser. Wie selbstverständlich bereite ich Essen für zwei vor. In den Korb packe ich noch zwei Kerzen, zwei kleine und eine große Decke. Zwei Träumer, zwei Träume. Der kleine Korb füllt sich, bis zum Rand. Es wird Zeit aufzubrechen. Für die zwei von uns, die eigentlich nur einer sind – ich. Doch das macht mir heute nichts, es lohnt sich nicht, darüber nachzudenken. Es ist eine Generalprobe. Das Licht stimmt, der Ton läuft, die Tänzer sind krank. Sei es drum, ich habe Vertrauen.
Auch wenn es schmerzt. Wieder.
Die Knochen tun mir weh, weil ich jeden Tag ohne dich verkrampft und gebückt und verdreht durch mein Leben laufe. Anspannung lässt mich ermüden, Müdigkeit nährt meine Anspannung – ich muss konzentriert bleiben, mit allen Sinnen wie ein Trüffelschwein nach dem Wenigen von dir suchen, das mir geblieben ist. Wenn ich mich zum Bett schleppe, meinen brennenden, ausgelaugten Körper auf die Matratze rolle, dann sehe ich dich im Augenwinkel neben mir liegen – du atmest tief ein und aus, ruhig, wunderfein und royalelegant. Dein Brustkorb hebt sich sanft und erhaben zum Takt deiner Lungen und deine Haut glänzt im kühlen Mondlicht wie Porzellan, Marzipan, Buttercreme. Die Umrisse deines Körpers verschmelzen mit der seichten Dunkelheit zu Wogen aus weißer und dunkler Schokolade, deine Haut knistert, wenn ich sie berühre und zerläuft zart unter meinen warmen Fingerspitzen. Dein Körper glüht wie warmer Bonbon und strahlt mir Lieblichkeit ins Gesicht. Die Luft zwischen uns riecht nach heißem Zucker und zieht wonnige Fäden, denen wir nicht entkommen können. Wir kleben zusammen, wir leben zusammen, wir liegen zusammen.
Ich lüge allein.
Ich denke noch deinen Namen, doch du bist weg, sobald ich mich umdrehe und aus meinem Delirium auf die leere Bettseite neben mir starre. Ich suche dich. Der Griff zum Wasserglas erdet mich. Kalt und roh läuft es mir den Hals herunter. Im Bodensatz der Tatsachen winde ich mich im Kampf gegen den Morgen – den Magen und alle mentalen Demagogen, die mich so grausam gut beherrschen. Chapeau, ihr Teufel. Fresst euch durch meinen Körper, meine Gedanken und Erinnerungen, ihr habt allesamt nichts übrig für mich, lasst nichts übrig für mich. Außer eines blassen Echos von ihr.
„Egal bei welchem Wetter.“
Es regnet. Im Park sitzt ein Mädchen im Gras. Tropfen für Tropfen flieht das salzige Wasser aus ihrem Gesicht vorbei an ihren Sommersprossen und springt an ihrer Nasenspitze in die Tiefe, landet im getränkten Grün. Sie ist wunderhübsch – aber düster, dunkel, traurig, einsam, verlassen, verletzt, verunsichert, verlebt, verzweifelt, verstoßen, verblendet und verliebt.
Und dann kommt er, nass und humpelnd, mit einem Picknick-Korb. Für zwei.
„Ich hab dich wiedergefunden“, sagt er.
„Wie?“, fragt sie und weint.
„Egal wie. Und egal bei welchem Wetter“, antwortet er, lächelt sie warm an und beginnt die Wiese einzudecken. Die Regentropfen symphonieren auf dem Porzellan, perlen ab vom Marzipan und zergehen mit der Buttercreme. Egal. Egal. Egal bei welchem Wetter.
Und als er fertig ist und aufschaut, ist das weinende Mädchen nicht mehr da.
Samstag, 4. Mai 2013
Wie ich dir begnen möchte ...
Wie ich dir begegnen möchte...
Ich möchte dich lieben,
ohne dich einzuengen;
Dich wertschätzen,
ohne dich zu bewerten;
Dich ernst nehmen,
ohne dich auf etwas festzulegen;
zu Dir kommen,
ohne mich aufzudrängen;
Dich einladen,
ohne Forderungen an dich zu stellen;
Dir etwas schenken,
ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
Mich von dir verabschieden,
ohne wesentliches versäumt zu haben;
Dir meine Gefühle mitteilen,
ohne dich dafür verantwortlich zu machen;
Dich informieren,
ohne dich zu belehren;
Dir helfen,
ohne dich zu beleidigen;
Mich um dich kümmern,
ohne dich verändern zu wollen;
Mich an dir freuen - so wie Du bist.
Alter englischer Wanderspruch
(Facebook-Status von Happinez am 01.05.2013)
Ich möchte dich lieben,
ohne dich einzuengen;
Dich wertschätzen,
ohne dich zu bewerten;
Dich ernst nehmen,
ohne dich auf etwas festzulegen;
zu Dir kommen,
ohne mich aufzudrängen;
Dich einladen,
ohne Forderungen an dich zu stellen;
Dir etwas schenken,
ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
Mich von dir verabschieden,
ohne wesentliches versäumt zu haben;
Dir meine Gefühle mitteilen,
ohne dich dafür verantwortlich zu machen;
Dich informieren,
ohne dich zu belehren;
Dir helfen,
ohne dich zu beleidigen;
Mich um dich kümmern,
ohne dich verändern zu wollen;
Mich an dir freuen - so wie Du bist.
Alter englischer Wanderspruch
(Facebook-Status von Happinez am 01.05.2013)
Mittwoch, 1. Mai 2013
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