Heute morgen war ich stinksauer auf meinen 3-jährigen Sohn Jonas. Er hatte eine Seite aus einem Freundschaftsbuch völlig ruiniert. Diese Freundschaftsbücher kursieren zur Zeit in der KiTa unserer Kinder. Sie werden untereinander ausgetauscht und jedes Kind schreibt oder malt etwas zur Erinnerung für den Besitzer dieses Buches rein. Jedenfalls hat Jonas nicht nur reingemalt, sondern hat auch die Seite, welches ein anderes Kind liebevoll, samt Bild, gestaltet hatte teilweise zerfetzt. So etwas tut man nicht! Auf die Frage, warum er das getan hat, erhielt ich natürlich keine befriedigende Antwort. Ich schickte also Jonas zu meiner Frau Kathrin, um zu beichten und um Hilfe zur Schadensbegrenzung zu bitten. Im Pfuschen war Kathrin schon immer gut. Jedenfalls unternahm Kathrin die gleichen hilflosen Versuche, die Beweggründe für Jonas' Tat zu erforschen. Ebenfalls ohne Erfolg! ... bis Tamia, unsere 4-jährige Tochter petzte, wessen Seite Jonas hier ruiniert hatte. Es war die Seite von Marie, der Liebsten unseres Sohnes! Mit einem vielsagenden Lächeln auf den Lippen fragte meine Frau jetzt anders: "Jonas, kann es sein, dass DU das Bild von Marie für DICH haben wolltest?" Ganz kleinlaut und schuldbewußt nickte Jonas. ... und dafür haben wir doch dann vollstes Verständnis! Was tut man nicht Alles um an ein Bild seiner Liebsten ranzukommen. (*seufz*)
Ab jetzt weiß Jonas auch, dass es für solche Aktionen mittlerweile Geräte namens Scanner gibt, die zerstörungsfrei arbeiten. Das zu erklären, war dann wieder mein Job. ;-) ... und ich wäre froh gewesen, wenn es Scanner und Digicams bereits zu meiner Sturm-und Drangzeit gegeben hätte.
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